Jeder Mensch kennt es und vor allem Sportler können ein Lied davon singen. In regelmäßigen abständen verstaucht man sich den Fuß. Beim Fußball, beim Joggen, oder auf der Arbeit passiert es schnell.

Doch wie geht man mit dem verstauchten Fuß um, sodass er schnell wieder belastet werden kann?

Hier scheiden sich die Meinungen. Während die eine Fraktion der Meinung ist, dass der Fuß gekühlt werden muss, wärmt ihn die andere. Doch welches Vorgehen ist richtig?

Sollte man den Fuß wärmen oder kühlen?

Kälte oder Wärme, das hilft bei einem verstauchten KnöchelDer Kapselbandapparat des Fußes überdehnt sich bei einer Verstauchung des Fußknöchels. Die Weichteile sind überlastet und der Körper leitet einen Selbstheilungsprozess ein, der diesen anschwellen lässt.

Dabei müssen wir ihn nach Möglichkeit unterstützen, um eine schnelle Genesung herbeizuführen.

In einer Studie wurden Menschen mit einem verstauchten Knöchel in zwei Gruppen unterteilt. Die eine erfuhr eine Kältebehandlung, während die andere Gruppe den Fuß mit einem Fußwärmer gewärmt hat.

Das Ergebnis war eindeutig: Im Durchschnitt konnten die Patienten die eine Kältebehandlung erfahren haben, den Fuß nach 13 Tagen wieder belasten.

In der Gruppe die eine Wärmebehandlung erfahren hat, dauerte es durchschnittlich 30 Tage, also etwa 3x so lange.

Woran liegt das?

Es wird angenommen, dass die Kältebehandlung effektiver ist, da sie dafür sorgt, dass sich das Gewebe zusammenzieht. Auf diese Weise verbreiten sich Entzündungsstoffe nicht so schnell und Hämatome breiten sich langsamer aus.

Noch besser – ein Wechsel der Temperaturen

Um eine noch schnellere Genesung herbeiführen zu können, empfiehlt sich der Einsatz von Wärme und Kälte. Die Wärme sorgt dafür, dass sich eine Entzündung und ein Blutstau schneller auflösen. Die Kälte hingegen verhindert, dass die Entzündung sich ausbreitet.

Wichtig ist, dass der Fuß zusätzlich hochgelegt wird. Kälte, aber auch Hitze, sollten zudem nicht unmittelbar auf den Fuß wirken. Es sollte stets ein Handtuch oder ähnliches Zwischen Haut und der Temperaturquelle sein.

Vorbeugende Maßnahmen

Der Fuß ist dazu gemacht uns die Fortbewegung zu ermöglichen. Dazu muss er sich auf und ab bewegen. Ein Abknicken zur Seite kommt allerdings nur selten vor und ist nicht vorgesehen. Die Bänder sind an dieser Stelle sehr kurz.

Im Alltag kommt es vor, dass ein Unfall das Abknicken hervorruft und man mit großem Gewicht und ruckartig in eine ungewollte Richtung geht.
Regelmäßiges Dehnen und ein Stützen des Knöchels können die Abhilfe schaffen und präventiv wirken.